Peter Thiel – Zero to one

„Nichts ist schwieriger und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!“ (Kurt Tucholsky)

Zero to one bietet anregende und kurzweilige Lektüre über Erfolgsfaktoren neugegründeter Unternehmen – jenseits redundanter, amerikanischer Wirtschaftsliteratur. Besondere Aufmerksamkeit erhält die Befürwortung von Monopolen. Liest man Thiel genauer, löst sich das als sprachlicher Taschenspielertrick auf. „Seine“ Monopole können leicht mit Alleinstellungsmerkmal betitelt werden und sind wirtschaftswissenschaftlicher Mainstream. Allerdings formuliert er eine ganz spannende Frage für Bewerbungssituationen, bei deren Beantwortung er sich aber nicht an die selbst definierten Spielregeln hält. „Welche Ihrer Überzeugungen würden nur wenige Menschen mit Ihnen teilen?“ Dass Technologie bestimmender als Globalisierung ist, klingt für mich nicht gerade nach Querdenker. Meine Antwort wäre, dass viele Menschen glauben, mit bewusster Polarisation in Debatten punkten zu können. Ich glaube, dass Differenzierung hilfreicher ist – zumindest, wenn man mehr erreichen will als kurzfristige Aufmerksamkeit.

Nächstes Buch: Christoph Keese – Verantwortung jetzt!

2 Gedanken zu „Peter Thiel – Zero to one“

  1. Ich habe das Buch mit großem Interesse gelesen, war am Ende aber etwas „underwhelmed“. Die Monopolthese ist natürlich effektheischend, aber wie du auch sagst: so wie er Monopole beschreibt ist das letztendlich das Ziel jedes Unternehmens – es geht um Marktanteile … Freue mich aber auf die Rezension von Keese!

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